Schachverein Seubelsdorf e. V.
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Spielbetrieb - Bezirksoberliga


Saison 2021/2022

SV Seubelsdorf I

Mannschaftsführer:
Christian Gebhardt, VSR
Tel.: 0152 - 5524 1967
Email: gebhardt-christian@gmx.de

 

Spiellokal:
Myconius-Haus der evangelischen Gemeinde (rechter Hand vor der evangelischen Kirche)
Kronacher Straße 16
96215 Lichtenfels

 

Dokumente zum Download:

Spielplan SV Seubelsdorf

Mannschaftsaufstellung (download) und Ligamanager)

Merkblatt für alle Spieler

Merkblatt Regeln (siehe im internen Bereich)

 

Alles Weitere aktuell (Mannschaften, Paarungen, Tabelle etc.) hier im Ligamanager.

 


 

14.11.2021SoBVO2. Runde Bezirksoberliga
Heimkampf: SVS I - FC Nordhalben I :  5,5 - 2,5
Saal Myconiushaus

 

1SV Seubelsdorf 1DWZ-FC Nordhalben 1DWZ5½ - 2½
1 1 Gegenfurtner, Jürgen 2294 - 1 Wunder, Horst 2054 1 - 0
2 3 Hofmann, Marko 1935 - 2 Wunder, Stefan 1965 1 - 0
3 4 Gebhardt, Christian 1851 - 3 Müller, Sven 1786 0 - 1
4 5 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1854 - 4 Burgemeister, Wolfgang 1922 ½ - ½
5 6 Wagner, Tizian 1715 - 6 Schultes, Dieter 1795 1 - 0
6 9 Focsa Lutz, Tudor 1433 - 7 Stumpf, Hilmar 1692 0 - 1
7 10 Drechsel, Hans-Jürgen 1541 - 8 Zimmermann, Frank 1819 1 - 0
8 13 Hofmann, Bojana 1402 - 9 Köstner, Tobias 1523 + - -
Schnitt:1753-Schnitt:1819 

Quelle und weitere Informationen: Ligamanager

 

Hippo-Alarm im Gemeindehaus

Seubelsdorfer Erste liefert sich episches Duell mit Nordhalben

Zu einem Heimspiel in der Schach-Bezirksoberliga begrüßte die erste Seubelsdorfer Mannschaft – jeweils mit Weiß an geraden Brettern – am 14. 11. 2021 die Gäste vom FC Nordhalben 1.

Noch vor dem ersten Zug gab es gute und schlechte Neuigkeiten:
Dass Seubelsdorf aus Kapazitätsgründen in der Corona-Situation jüngst seine zweite Mannschaft zurückziehen musste, wurde allgemein bedauert.

Ungeteilte Bewunderung riefen die neuen, von Elvira Werner liebevoll gestalteten Tischnummern aus Holz hervor.

(Bildrechte: Christian Gebhardt)

 

Ein krankheitsbedingt unbesetztes letztes Brett in der Nordhalbener Achtermannschaft, das Bojana Hofmann kampflos siegen ließ, und die Abwesenheit Seubelsdorfer Stammspieler ließen gemischte Gefühle aufkommen.

Jedenfalls war den Gastgebern klar, dass auch in „Überzahl“ ein schweres Match bevorstand: Das anhand der Wertungszahlen vielfach favorisierte Nordhalben gehört zum Urgestein der Bezirksoberliga und könnte sich auch in der Regionalliga etablieren, würde es nicht die dort anfallenden weiten Wege scheuen.

Seine Spieler bevorzugen bekanntlich das „Hippo-System“: sich wie ein Nilpferd im Fluss bedeckt halten, nur einige „Beinchen“ ins Zentrum ragen lassen, sich von der Seite her langsam entwickeln, aber alle mit Wucht anzugreifen, die es wagen, zu nahe zu kommen. Wer dagegen ungestüm oder unbedacht vorgeht, zieht leicht den Kürzeren. Im Gemeindehaus der Martin-Luther-Kirche Lichtenfels herrschte daher an vielen Brettern nach ordnungsgemäßer Desinfektion bald Hippo-Alarm.

Hygge und Hygiene – Gesichter unserer Zeit
Bildrechte: Uwe Voigt

Die ersten Entscheidungen fielen an den mittleren Brettern nach einer knappen Stunde. An Brett 4 erhielt Uwe Voigt von seinem Opponenten Wolfgang Burgemeister viel Zeit geschenkt, da dieser mit einem Springer eine eher mysteriöse als magische Tour unternahm, um im Zentrum Druck zu machen. Voigt wurde aber genau dort als erster aktiv und zuletzt war es Burgemeister, der Schwächen zu verwalten hatte. Weil ihm dies gelang, war ein Remis die logische Folge.

An Brett 3 bekämpfte Christian Gebhardt den Flankenaufbau von Sven Müller mit klassischem Figurenspiel, wobei sich die beiderseitigen Blessuren im Gleichgewicht hielten. Auch der Seubelsdorfer Mannschaftskapitän bot daraufhin eine Punkteteilung an, allerdings mit einem Zug, der infolge eines Fingerfehlers entscheidendes Material einbüßte.
Damit war den Gästen der Ausgleichstreffer geglückt.

Die Entwicklung an den hinteren Brettern ließ sie sogar hoffen, die Seubelsdorfer dagegen bangen: Tizian Wagner warf sich auf Brett 5 zwar am Königsflügel mit aller Macht nach vorne, nahm dabei aber geschwächte Felder hin, auf denen sein Gegenspieler Dieter Schultes bedrohliche Springer einquartierte. Wagners Initiative schien daraufhin zu verebben.

Während sich an Brett 6 Tudor Fosca Lutz mit Hilmar Stumpf einen typischen offenen Kampf auf zwei Flügeln lieferte, sah es zunächst so aus, als würde Hans-Jürgen Drechsel an Brett 7 überspielt: Frank Zimmermann gab gegen ihn eine Figur für zwei Bauern und nahm daraufhin eine oberflächlich betrachtet brettbeherrschende Stellung ein. Doch nun konterte Drechsel wie entfesselt und spielte die Partie seines Lebens: Er opferte seine Dame gegen einen Turm und eine Figur, um mit seinen bestens koordinierten Steinen über den im Zentrum gestrandeten feindlichen König herzufallen. Ein stiller Blockadezug erzwang die sofortige Kapitulation des Gegners.

In Richtung Glanzpartie entwickelte sich unterdessen auch das Spiel von Wagner: Er umging die lästigen „Monsterspringer“ einfach und brach mit Dame, Springer und Bauern so auf dem Königsflügel durch, dass jeder weitere Widerstand zwecklos wurde. Lutz hatte mittlerweile durch eine doppelte Springergabel zwar eine aussichtsreiche Stellung erlangt, ließ sich aber von Scheindrohungen gegen seinen König bluffen und doch noch überspielen.

Der Mannschaftskampf musste sich daher an den beiden vorderen Brettern entscheiden.
Hier agierten Jürgen Gegenfurtner an Brett 1 und auch der als vollblutiger Angriffsspieler bekannte Marko Hofmann an Brett 2 sehr abgeklärt, indem sie sich von zurückhaltendem Aufbau nicht provozieren ließen, sondern positionelle Nadelstiche austauschten und heimlich taktische Durchbrüche vorbereiteten. Auf unnachahmliche Weise brachte es Gegenfurtner dabei wieder einmal fertig, mit seiner Dame wie aus dem Nichts die gegnerische Königsstellung zu unterwandern. Dann brauchte es nur noch einen kleinen Bauernzug, um das undeckbare Matt Horst Wunders und damit nicht nur den persönlichen Sieg, sondern auch den Teamerfolg sicherzustellen. In eigener haarsträubender Zeitnot offenbarte Hofmann doch noch sein stürmisches Naturell und sprengte die Königsstellung von Stefan, dem zweiten Nordhalbener „Wunder-Bruder“. Dieser musste erst einen Springer, dann noch seine Dame und schließlich sich geschlagen geben.

Das epische Duell mit Nordhalben endete daher für Seubelsdorf 5,5 : 2,5; ein Endstand, der zeigt, dass die Gastgeber aus eigener Kraft gewinnen konnten und daher nach zwei Runden verdientermaßen alleine an der Spitze der Tabelle stehen.

Bericht: Uwe Voigt

 


 

24.10.2021SoBVO1. Runde Bezirksoberliga
Auswärtskampf: SSV Burgkunstadt I - SVS I  :  3 - 5
Burgkunstadt

 

Schöne alte neue Schachwelt

Seubelsdorf feiert geglückten Saisonstart gegen Burgkunstadt

 

1. Runde am 24.10.21 | Einzelergebnisse aus
1 SSV Burgkunstadt 1 DWZ - SV Seubelsdorf 1 DWZ 3 - 5
1 1 Öhrlein, Alexander 2076 - 1 Gegenfurtner, Jürgen 2294 0 - 1
2 3 Rotsch, Matthias 1798 - 2 Bergmann, Matthias 1981 0 - 1
3 4 Güther, Jens 1880 - 3 Hofmann, Marko 1935 0 - 1
4 5 Max, Uwe 1886 - 4 Gebhardt, Christian 1851 1 - 0
5 7 Völker, Daniel 1821 - 5 Voigt, Uwe, Prof. Dr. 1854 1 - 0
6 9 Müller, Thomas 1768 - 6 Wagner, Tizian 1715 0 - 1
7 10 Roberto, Claus 1811 - 7 Hanschkow, Clemens 1496 ½ - ½
8 11 Wagner, Michael 1670 - 9 Focsa Lutz, Tudor 1433 ½ - ½
Schnitt:1838-Schnitt:1819 

 

Am 24. 10. begann die erste Mannschaft des Schachvereins Seubelsdorf die neue Spielzeit der Bezirksoberliga mit einem Auswärtsmatch gegen SSV Burgkunstadt I.

Das Neue daran war gerade das Altvertraute: sich in einem Saal zu versammeln; zu sehen, wie das Gegenüber sich am Kopf kratzt; zu hören, wie zaghaft oder hektisch in einer Kaffeetasse gerührt wird; zu riechen, wie fischig es aus einer Lunchbox herüberduftet … All das selbstverständlich unter den Einschränkungen der Pandemie, die einen solchen Spielbetrieb für anderthalb Jahre verhindert hatte.

Umso größer sei nun die Freude darüber, auch wieder außerhalb des Internet spielen zu können, betonte Thomas Müller als für die Gastgeber.

Freude kam während des Matches zunächst vor allem bei den Seubelsdorfer Gästen auf. Jürgen Gegenfurtner zeigte am ersten Brett, dass er seinen FIDE-Meister-Titel und seine beeindruckende Wertungszahlen mit gutem Recht innehat. Er überlastete die Dame seines Kontrahenten, was letzten Endes dazu führte, dass deren königlicher Gemahl aus aufgerissener Verwahrung in die Brettmitte flüchten musste und dort schon im 24. Zug mattgesetzt wurde.

Am zweiten Brett reagierte Matthias Bergmann auf eine Flügelattacke, indem er ein starkes Zentrum aufbaute und sich von dort Stützpunkte tief im gegnerischen Lager sicherte. Damit übte er ebenfalls Druck auf den feindlichen Monarchen aus, dem dieser schließlich erlag.

Auf Königsjagd begab sich wie gewohnt gleichfalls Marko Hofmann. Sein Gegenspieler am vierten Brett sah sich am Königsflügel eingeengt und brachte seinen wichtigsten Stein daher auf der anderen Brettseite in eine Sicherheit, die gar keine war: Auch dort machte Hofmann all seine Steine mobil und konnte so einen weiteren ganzen Punkt einfahren.

Am sechsten Brett verzichtete Tizian Wagner auf die Rochade und entfesselte dafür einen gewaltigen Bauernsturm auf der Königsseite. Sein Kontrahent hatte dem bald nichts mehr entgegenzusetzen und musste kapitulieren.

Damit hatte Seubelsdorf vier Punkte aus vier Partien eingefahren und brauchte aus den restlichen laufenden vier Duellen nur noch einen halben Zähler, um sich den Mannschaftssieg zu sichern. Doch ob oder wann dies gelingen sollte, blieb noch lange offen.

Denn nun schien sich die Waage zugunsten der Burgkunstadter zu neigen.

Mannschaftskapitän Christian Gebhardt geriet am vierten Brett durch Tempoverlust in einen positionellen Würgegriff, der zuletzt auch seinen König ersticken ließ.

In einem Gefecht wie auf einer Hängebrücke, auf der sich über dem Abgrund Finten abwechseln, war es an Brett 5 Uwe Voigt, der als erster den Halt verlor. Zwar stürzte er nicht in einen Mattstrudel, aber das kalte Wasser eines verlorenen Turmendspiels tat es auch.

Für Clemens Hanschkow sah es an Brett 7 lange Zeit glänzend aus. Mit klassischem Positionsspiel sicherte er sich die Dominanz auf Linien und Diagonalen und wickelte in ein Endspiel mit Mehrbauern ab.

Ein Endspiel ergab sich zur gleichen Zeit auch bei Tudor Fosca Lutz, dessen Läuferpaar sich mit einem Springerrudel auseinandersetzen musste.

Als Hanschkow schließlich nur ein Remis erzielte, war er zunächst enttäuscht, freute sich dann aber darüber, den Gesamterfolg sichergestellt zu haben. Den baute Lutz noch einmal um einen halben Punkt aus, als auch er in ausgeglichener Stellung Frieden schloss.

In die schöne alte neue Schachwelt startete die Seubelsdorfer Erste daher mit einem wertvollen 5:3-Auswärtssieg.

Uwe Voigt

 

Klaus Wiemann  | klaus@wiemann-ke.de